Deeskalationstraining | Selbsterfahrung | Beratung
Gerade in den Medien wird das Thema "Gewalt in der Pflege oder in der Betreuung" sehr einseitg dargestellt: Mitarbeiter üben Gewalt gegen Betreute aus. Jedoch ist Gewalt keine Einbahnstraße: Mehr als 6.000 Verletzungen, welche durch Gewalttätigkeiten am Arbeitsplatz verursacht wurden, verzeichnen die Gesetzlichen Unfallversicherungen (Berufsgenossenschaften und Unfallkassen) jährlich. Die Dunkelziffer von Gewalt im sozialen und pflegerischen Bereich ist jedoch weitaus höher.
Aggression ist ein alltägliches, aber kein unkalkulierbares Phänomen. Jeder, der Gewalt in der Betreuung von Personen möglichst gering halten will oder in Situationen mit aggressiven Verhaltensweisen deeskalierend eingreifen möchte, sollte genau wissen, was Aggression und Gewalt eigentlich ist, wo Ursachen liegen können, woran entstehende Gewalt zu erkennen ist, auf welchem Niveau sich die Aggressivität einer Person befindet und wie in dieser Situation angemessen gehandelt wird.
Viele gute Modelle gegen Gewalt zeigen, welche präventiven Maßnahmen zu treffen sind, um Situationen zu vermeiden, welche von Aggressionen gekennzeichnet sind. piag-B geht hier noch einen großen Schritt weiter: In den Seminaren des Deeskalationstrainings wird den Teilnehmern auch vermittelt, wie sie in eskalierten Situation physisch eingreifen können. Dieses ist zum einen notwendig, um die persönliche Sicherheit zu erhöhen und zum anderen, um gewalttätige Personen daran zu hindern, anderen einen Schaden zuzufügen
Das Modell piag-B bietet eine individuelle Seminargestaltung bspw. für psychiatrische Stationen, die stationäre Jugendhilfe, Wohnheime und Werkstätten für behinderte Menschen sowie für die Altenpflege. Die Seminare beinhalten theoretische sowie praktische Einheiten, wie bspw. physische Interventionsmöglichkeiten. Vorrangig soll der Teilnehmer sensibilisiert werden, entstehende Gewalt im Vorfeld zu erkennen, um frühzeitig intervenieren zu können.
Aktuelles
2. BGW-Symposium "Gewalt am Arbeitsplatz" am 16. und 17. Juni
Das Symposium wendet sich an Beschäftigte im Bereich der Wohlfahrtspflege und des Gesundheitswesens (von Behindertenhilfe bis Streetworking), die im beruflichen Alltag mit Konfliktsituationen konfrontiert werden.
piag-B
Deeskalation wird häufig als eine punktuelle Handlung verstanden, welche unerwünschte (aggressive) Verhaltensweisen Anderer unterbrechen bzw. beenden soll. Deeskalierendes Verhalten wird im Programm piag-B sehr viel weiter gefasst. Wie schon die Bezeichnung piag-B (Prävention und Intervention gegen Aggression und Gewalt in Betreuungsberufen) verdeutlicht, legt dieses Deeskalationsmodel seinen Schwerpunkt auf die Unterweisung von Mitarbeitern, welche in Arbeitsbereichen tätig sind, die mit der Betreuung von Menschen betraut sind.
Instant Aging
Wie fühlt es sich an, wenn - bedingt durch Alter, Krankheit und/oder Behinderung - die eigenen Beine, Arme und Gelenke nicht mehr so wollen, wie man selbst will? Was bedeutet es, wenn die Sehkraft nachlässt, das Hörvermögen sich verschlechtert? Wie meistert man seinen Alltag, wenn die Hände durch Rheuma deformiert sind?
Gut für Mut
Das sind Bilder, welche man nie vergessen wird: Die Überwachungskamera einer Berliner U-Bahn-Station filmt den Angriff eines jungen Mannes gegen einen Passanten. Was mit einer Rangelei beginnt, endet mit massiven Tritten gegen den Kopf des bereits zu Boden gegangenen und ohnmächtigen Opfers. Die ausgestrahlten Bilder sind ein Zeugnis einer hemmungslosen Brutalität, welche auf Grund ihrer Schrecklichkeit für den Zuschauer verzerrt werden müssen. Der niedergeschlagene Handwerker erleidet lebensgefährliche Verletzungen.